Sonntag, 4. Juni 2023

Einmal auf dem Rand des Vulkankraters herum

Ende Mai war ich für einen Auftraggeber in Naivasha. Dort liegt der Mount Longonot, ein Schichtvulkan, der laut Internet das letzte Mal 1860 ausgebrochen ist und auf den ich schon seit Jahren mal hochsteigen will. Eine Freundin aus Kisumu hat sich spontan begeistern lassen, übers Wochenende nachzukommen, und so sind wir gemeinsam den Berg hoch und auf dem Kraterrand komplett außen rum gewandert. Der Weg ist oft nur genau so breit, dass eine Person drauf gehen kann, links und rechts fällt der Berg steil ab.







Ich fand das eine ganz besondere Strecke, auf der einen Seite mit Blick auf den Kraterboden, der dicht mit Büschen und niedrigen Bäumen bewachsen ist und auf der anderen Seite immer neuen Ausblicken auf den Naivashasee und weit in das Great Rift Valley (den großen Grabenbruch) hinein. Hier und da sieht man Dampfwolken aus den Kraterwänden aufsteigen – also so ganz ausgelöscht ist der Vulkan wohl doch noch nicht?! Der Name Longonot kommt aus der Sprache der Massai, oloonong'ot, und bedeutet „Berg der vielen Gebirgskämme“ oder „steile Sporen“. Und das konnten meine nicht sonderlich trainierten Beine bestätigen – der letzte Aufstieg zum Rand und dann zum höchsten Gipfel ist ordentlich steil, der Boden ist oft tief sandig, und teilweise muss man richtig von Fels zu Fels klettern. Anstrengend aber so wunderbar schön! 

 

Manicure: In herrlicher Natur unterwegs sein  

Helmet: Wasser, Wasser, Wasser 



Freitag, 28. April 2023

Kibiwo wie früher, nur in Kisumu statt in Ruit

67 Kinder, 21 Helfer, 200 Stück Pizza – was soll da schon schief gehen?! Eben. Unser "Holiday Bible Club" (= Kinderbibelwoche) war ein Knaller, Kids happy, Eltern happy, Orga-Team und Mitarbeiter happy - und erschöpft!


Unser Motto hier ist ja seit langem, was es nicht gibt, machen wir uns einfach selber. So ist es auch mit Kinderarbeit in einem christlichen Kontext. Genau wie in der Schule ist Kinderkirche, falls überhaupt angeboten, oft nur Frontalunterricht mit manchmal dubiosen, theologisch missverstandenen Inhalten. Da wir unsere Kinder aber für den echten Jesus aus der Bibel begeistern wollen, haben wir ein Programm für eine dreitägige Kibiwo zusammengestellt, wie es uns selber früher Spaß gemacht hat. Nur ein bisschen modernisiert, ne. Und hier und da typisch kenianisch improvisiert.




Der Jüngste war drei Jahre alt, die älteste zwölf, dazu Helfer im Teenie-Alter. Kinder kenianischer, britischer, amerikanischer Herkunft und unsere „mixed kids“ (ein Elternteil kenianisch, der/die andere deutsch, holländisch, finnisch, britisch, indisch oder amerikanisch) haben miteinander eine wunderbar sympathische Gruppe gebildet, die so sonst kaum zusammengekommen wäre. 

Besonders gefreut, und das möchte ich hier ruhig sagen, hat mich die Finanzspritze von der Gemeinde, in der ich aufgewachsen bin und mit der ich selber unzählige Kibiwos erlebt habe, die evanglische Kirchengemeinde Ruit und der CVJM Ruit. Außerdem haben gute Freunde von dort auch privat einen Beitrag geleistet. Das ist absolut nicht selbstverständlich und wurde von allen sehr geschätzt - denn mal ehrlich, ohne wärs gar nicht gegangen. Nur so konnten wir Mittagessen anbieten, dies und das an Material anschaffen und einige Kinder, bei denen es zuhause finanziell knapp ist, komplett sponsern. Schön, wenn die Verbindung in die Heimat so zum Tragen kommt!  


Manicure: Fröhliche Lieder mit Ohrwurmpotenzial 

Helmet: Genug Kaffee für alle Mitarbeiter


Unser Teamraum war eines der Klassenzimmer im ehemaligen Kindergarten der Jungs, Rainbow Kindercare, die uns netterweise das gesamte Gelände und Räume überlassen haben. 

Dienstag, 28. März 2023

Ein Geburtstag, wie ich ihn mir wünsche

Es ist ja so, man feiert nach lange geplanten, liebevollen Vorbereitungen mit großer Begeisterung die Geburtstage der Kinder, aber den eigenen irgendwie nicht wirklich. Zumindest hier in Kenia, wo Erwachsenen-Geburtstage als wenig relevant betrachtet werden. Josh denkt in aller Regel nicht mal an seinen, es ist ihm einfach nicht wichtig. Das heißt, ich kann ihn schon total damit überraschen, ihm zum Geburtstag zu gratulieren, viel mehr braucht es für ihn gar nicht (gibt es aber) (manchmal, hihi).

 

Letzte Woche bin ich mal wieder 32 geworden. Ich bin prä-Kenia einige Jahre mit einer Freundin über meinen Geburtstag in den Urlaub gefahren, und fand das eine herrliche Art, das Leben an diesem besonderen Tag zu feiern. Wunderbarerweise hat dieses Jahr mit kurzen Schulferien der Jungs, einem sowieso anstehenden Botschaftstermin und meinem Geburtstag alles genau so gepasst, dass wir Mitte März ein paar Tage Urlaub in Nairobi planen konnten. Und da ich die Meisterplanerin der Familie bin (deren Pläne natürlich tausendfach von den lieben Familienmitgliedern und den unberechenbaren kenianischen Umständen umgeworfen werden – in welchem Fall dann mein zweites Talent, das Improvisieren, zum Zuge kommt) wurde mein Geburtstag ein Tag ganz nach meinem Geschmack. 

 

Eine Bestellung Croissants, gutes Brot und Brötchen vom Bäcker – das allein schon ein Traum! Gibt es einfach nicht in Kisumu. Spätes, gemütliches Frühstück, dann auf zum Giraffe Center. Da waren Josh und ich zuletzt mit unserem Hochzeitsbesuch, ist also ein paar Jährchen her. Immer noch und immer wieder total nett, die Giraffen zu füttern! 




Danach einen gemütlichen Kaffee und spätes Mittagessen, mit einer ebenso in Kisumu unbekannten Auswahl an Leckereien und frischen Salaten in einem Café-Restaurant, das einigen sehr netten Läden angeschlossen ist. Die Lokalität war natürlich rein zufällig ausgewählt (zwinker zwinker), und so habe ich mir dann gleich meine Geschenke ausgesucht. Zurück in der Ferienwohnung haben wir den Tag bei einem Gläschen Sekt und später mit einem Buch in der Hand ausklingen lassen, während die Jungs sich draußen nochmals ausgetobt haben. Schön war das.

 


Manicure: Das Leben feiern  

Helmet: Das laut wünschen, was einem gut tut. 

 

Immer, immer mein größtes Geschenk, meine Lieblingsmenschen um mich zu haben!


Mein erstes Kunstwerk eines kenianischen Malers, das Geburtstagsgeschenk meiner Eltern.

Ich bin soooo happy! Ich wollte schon längst ein lokales Gemälde haben.

Mittwoch, 8. März 2023

Ein fabelhafter Februar

Ich habe mir gerade ein paar Fotos vom Februar auf meinem Handy angeschaut. Was für ein fröhlicher, erfüllter Monat das war, wir haben ein paar richtige nette Sachen gemacht! Das schreibe ich schnell auf, dann kann ich mich später auch hier dran erinnern. 

Wanderung auf das Nyabondo Plateau

Der Kindersportverein, mit dem die Jungs in den Ferien ein Schwimm-Camp gemacht haben, hat eine Wanderung auf eine Hochebene etwa 50 km südöstlich von Kisumu organisiert. Es war eine super spaßige Truppe, zwei befreundete Familien waren mit dabei und die Aussicht vom Plateau bis zum Viktoriasee war herrlich! Und es hat mich darin bestärkt, öfter sowohl alleine als auch mit den Jungs wandern zu gehen. Ist bisschen eine Herausforderung hier im Westen, da es keine markierten Wanderwege gibt, aber wo ein Wille, da hoffentlich ein Weg! 

 



Der dunkelblaue Streifen ganz da hinten am Horizont ist der Viktoriasee.




Kisumu Kids Book Club

Immer wieder toll – unsere Samstagvormittage, an denen wir Bücher vorlesen, die Kids selber nach Herzenslust schmökern dürfen und ansonsten alle Freiheiten in dem herrlichen Garten der gastgebenden Familie genießen. Eine Initiative von einer Freundin und mir, bei der wir einmal im Monat ein bunt gemischte Truppe von 25-30 Kindern beisammen haben.

 

 

 

Kurzes Wochenende in der White Hill Villa 

Zeit mit Freunden verbringen ist doch einfach herrlich! Wir haben das Vergnügen für zwei Tage in ein Haus am Hang oberhalb von Kisumu verlegt, 4 gemischte Familien mit insgesamt 11 Kindern, netto mindestens 10 Stunden im Pool, dazu gemütliche Spiele-, Gesprächs- und Essensrunden. Top!! 


 



Open Air Kunstausstellung 

Mal was ganz Neues in Kisumu: Eine engagierte Holländerin hat lokalen kenianischen Künstlern eine Plattform geboten und zu einer Kunstausstellung mit Weinprobe in ihren Garten eingeladen. Josh ist mit den Jungs irgendwohin los, und ich habe mich auf der Ausstellung amüsiert. Da man in Kisumu immer jemand trifft, den man kennt, waren da natürlich auch bald Freunde mit dabei... Welches Bild ich erstanden habe, zeige ich aber erst im März, das ist nämlich mein Geburtstagsgeschenk und das habe ich natürlich gleich wieder vergessen.


 

 

Der Rest des Februars ist leider in einer erstickenden Staubwolke verschwunden. Es ist schon viel zu lange viel zu trocken, eigentlich sollte es längst regnen, aber bisher hatten wir nur kurze Schauer. Aber nicht nur wir hier im Westen, ganz Kenia wartet sehnsüchtig auf Regen. Im Norden und Nordosten führt die Dürre schon in eine Hungersnot. Es muss einfach bald losgehen mit einer richtig guten Regenzeit!


 Mit viel gutem Willen könnte man sich in einem herbstlichen Nebel wähnen... bis man dann verstaubt auf der anderen Seite wieder rauskommt, da, wo endlich die geteerte Straße beginnt.


Und wenn's dann los regnet, rennen die Jungs in Windeseile raus und feiern das auf ihre Art!   

 

Manicure: Freundezeit!  

Helmet: Staubwolken mit geschlossenem Mund und zugekniffenen Augen durchfahren


Diesen hübschen Besucher hatten wir auch im Februar... flog eines Tages in die Küche, und am nächsten Tag wieder raus.

 

Montag, 30. Januar 2023

Endlich Schulstart!

Das waren neun lange, teilweise sogar langweilige, schöne, lustige, gemütliche, laute Ferienwochen! In Kenia finden die „großen Ferien“ am Ende des Jahres statt, das neue Schuljahr beginnt im Januar. Und so ging’s letzte Woche endlich wieder zurück in die Schule. Die Jungs konnten sich erwartungsgemäß nicht ganz entscheiden, ob sie sich drauf freuen oder nicht, man muss sich beim Frühstück ranhalten, um fertig zu werden, wieder in die langen Uniformstrümpfe zwängen, überhaupt den ganzen Tag „was tun sollen“. Wir haben es prompt auch nicht jeden Tag pünktlich aus dem Haus geschafft, aber alle drei kamen nach den ersten paar Tagen glücklich (und müde) nach Hause. Freunde wiedersehen, neue Kinder kennenlernen, sich „Clubs“ wie Golfen oder Taekwondo aussuchen, neue Hefte kriegen, das ist dann doch ganz cool. 


Matis ist in der 3. Klasse

Noel geht jetzt in die Vorschule, wobei er nach wie vor gerne auch mal durch andere Klassenzimmer streift.

Liam ist in der 5. Klasse (die Grundschule geht in Kenia bis zur 7. Klasse)


Auch ein Anreiz, in die Schule zu gehen: Mit Hilfe von lieben, großzügigen Freunden haben wir es geschafft, für die Schule einen Spielplatz zu bauen. Der wurde in den Ferien endlich gebaut und von Noel für gut befunden ;-)

Wir haben aber jeden Morgen auf dem Schulweg auch Kinder im Schulalter beobachtet, die offensichtlich nicht auf dem Weg zur Schule sind. Das macht mich nachdenklich und traurig, und ich versuche das den Jungs zu erklären. Überall hört man es, dass die Eltern sich die Schulgebühren nicht leisten können. Und da es bei den Schulen auch knapp ist, erfinden sie mal eben noch eine Aufnahmegebühr ins neue Jahr dazu, oder verkaufen die obligatorischen Uniformen verteuert. Das ist nach den wirtschaftlich schlechten Jahren seit Corona gerade von Leuten, die Gelegenheitsjobs machen oder im informellen Sektor arbeiten, nicht zu schultern. Selbst in der „unteren Mittelstand-Schule“ der Jungs waren einige Freunde in den ersten Tagen noch nicht da, weil die Eltern zu hohe Rückstände bei den Schulgebühren hatten und diese erst ausgleichen müssen. Nicht einfach, das so mitzuerleben.  


4 25-Liter-Kanister gefüllt mit Wasser schiebt der Junge nach Hause und bleibt an jedem Stein hängen. Selbst an unserem Schulweg entlang leben Familien ohne fließend Wasser. 

 

Was für ein Privileg also, wenn Kinder zur Schule können. Und ein für viele Menschen hier total unverständliches, unerreichbares Privileg ist, dass wir nach Deutschland fliegen und zwei glückliche Ferienwochen in Ruit verbringen durften. Weihnachten mit Oma und Opa, besser geht’s kaum. Wir haben reichlich Maultaschen gegessen, die Jungs durften mit Opa in der Werkstatt basteln und mit Oma Bücher lesen, waren zigmal Schlittenfahren und sind auf allen Spielplätzen hoch und runter geturnt. Mir tat es auch sowas von gut, abends gemütlich mit meinen Eltern aufm Sofa zu sitzen, Zeit mit lieben Freund:innen zu verbringen und abends ohne auf die Uhr zu schauen zu Fuß nochmals unterwegs zu sein (in Kenia aus Sicherheitsgründen undenkbar). 



 

Und jetzt, wo die Jungs wieder in der Schule sind, kann ich mich auch in Ruhe wieder an die Arbeit machen. Ich habe ein paar Projekte, die ich mit Kommunikationsthemen unterstütze, das macht mir enorm viel Freude – auch wenn das morgendliche Aufstehen auch mir noch etwas schwerfällt!  

 

Manicure: Schule macht Spaß – vor allem der Mama! Haha! 

Helmet: Wieder früh ins Bett

Donnerstag, 3. November 2022

Happy 7, Matis!

Endlich kommt noch die Blog-Feier für Matis, der Mitte Oktober 7 geworden ist! Happy Birthday, Großer! 



Matis hat sich gewünscht, seinen Geburtstag in der Schule mit einem Schach-Kuchen zu feiern. 

Ganz, ganz weit oben auf der Hitliste steht bei Matis Schach, und das schon seit ner ganzen Weile. Beim Sport hüpft er zwischen Taekwondo, Golf und Fußball hin und her, aber dem Schachspiel bleibt er treu. Manchmal flitzt er morgens extra früh in die Schule, um vor dem ersten Läuten noch ein paar Runden mit Schulkameraden spielen zu können. Im September waren Liam und Matis mehrere Tage auf einem landesweiten Schachturnier in Eldoret, nachdem Matis die regionale Auswahl gewonnen hatte. Zwei Lehrer haben die Gruppe aus der Msingi School begleitet. Als ich Matis nach seiner Rückkehr gefragt habe, ob er mich vermisst hätte, meinte er nein, er hätte keine Zeit gehabt an mich zu denken! Hahaha, ausgerechnet der Knirps, der jeden Morgen eine extra Kuschelrunde braucht. So ist er – ein Bub, der sich immer gerne noch eine Umarmung abholt, der aber auch ohne zu zögern seinen Brüdern eins überzieht. Kuschler und Kämpfer. 


Online-Schach mit Opa

 

Schach üben ist auch sein ewiges Argument, wenn er am Nachmittag das iPad haben will. Seine Hausaufgaben erledigt er ruckzuck ohne Aufforderung in ein paar Minuten (wobei es selten wirklich schön aussieht, was er da hinkritzelt, an der Schönschrift könnte man noch arbeiten), und dann will  er an die Schach-App (und die anderen Spiele, versteht sich). Da können dann schon mal ordentlich dicke Tränen kullern, wenn Mama findet, es ist gerade nicht die richtige Zeit für unsere elektronischen Freunde... 

 

Eine Runde Indiaca im Garten geht immer.


Die römische Schriftrolle wurde doch ganz gut, oder? 


Aber zum Glück fällt ihm in der schrecklichsten Langeweile dann doch noch ein, dass er gerne Klavier spielt, bastelt, kocht (Omelett kann er alleine, gibt es dementsprechend oft) oder einfach vor sich hin spielt. Ich bin gespannt, ob Matis eher kreativ oder strategisch unterwegs sein wird – oder vielleicht beides? So oder so, geh deinen Weg, lieber Matis, probier alles aus und komm jederzeit für eine Umarmung vorbei! Godspeed! 

 

Manicure: Matis Leidenschaft für Schach 

Helmet: Lernen, dass Verlieren wehtut und trotzdem ok ist

Freitag, 30. September 2022

Noel ist 5 - Baby, großer Junge, und alles zwischendrin

Unser Baby ist 5! Ich kann es einfach nicht lassen, ihn insgeheim als unser Baby zu bezeichnen... aber wenn die Jungs ihn als den Jüngsten wie in Kenia üblich statt mit seinem Namen mit „Baby“ ansprechen, nervt mich das total. Etwas verrückt an seinem Alter ist ja, dass er genau die Hälfte seines Lebens in einer Welt mit Corona gelebt hat.



Bei Noel sieht man nach wie vor viele Eigenschaften, die schon als Baby zu erkennen waren. Eher zurückhaltend, schüchtern, wenig Worte machend. Es sei denn, er ist mit seinen Brüdern zusammen. Dann wird es laut, lustig, wild und wortstark. Noel ist immer noch lieber vorsichtig – und damit sehr mutig. Weil er einfach mutig nein sagt, wenn er nicht von der Mauer springen möchte, auch wenn alle anderen Kinder das tun. Oder vielleicht ist das nur willensstark bis dickköpfig?! Noel liebt planschen und tauchen im Pool, hat sich selber das Pfeifen beigebracht, malt gerne, schmiert sich selber ein Brot, wenn das Abendessen mal wieder „eklig!!!“ ist, spielt ausgiebig und mit aufwändigen Arrangements mit Autos, kommt jederzeit angerannt um mir beim Kochen oder Back zu helfen und tanzt wie ein kleiner Star. Und darf natürlich viel mehr als seine Brüder in dem Alter, das muss wohl so sein bei den Jüngsten.   




 

Wortwörtlich ein paar Minuten vor der Fahrt zum Flughafen konnten wir noch als komplette Familie "Happy Birthday" für Noel singen, den Kuchen anschneiden und wenigstens ein Geschenk auspacken. Dann ging es für Josh wieder los. Noel leidet am meisten darunter, dass der Papa nicht da ist. Ganz, ganz große Papa-Liebe und ganz, ganz große Gefühle bei allem, was ihm zurzeit nicht reinläuft und deswegen in Kombination mit der Trennung total überwältigt. Oft kommt dann irgendwann ein schluchzendes „I miss Daddy!“ hinterher, bis ich am liebsten mitweinen möchte. Aber schön ist, dass er gerne in den Kindergarten geht und da auch gut ohne mich klar kommt. Er ist zwar meistens in einer anderen Klasse, weil da seine Lieblingslehrerin vom letzten Schuljahr ist, aber das stört in unserer kleinen Dorfschule niemand und so fühlt er sich wohl und lernt gerne.


 

Unser Noel, für immer das Baby, das uns zweimal geschenkt wurde und für das ich außerordentlich dankbar bin. Gott behüte dich. 


Manicure: Das Kind in Gedanken Baby sein lassen 

Helmet: Lieben und lachen und auch gemeinsam weinen